Acht Flugzeuge, zwei Schiffe, dutzende Passagiere und Besatzungsmitglieder. Verschwunden. Spurlos. In einem Seegebiet im westlichen Atlantik, nördlich der Karibik. Im Bermudadreieck. Jeder hat schon einmal Geschichten über das Teufelsdreieck gehört, die bekannteste ist die von Flug 19. Fünf amerikanische Bomber verschwanden spurlos, ebenso das Suchflugzeug, das zur Aufklärung des Verschwindens geschickt wurde. In den vergangenen 100 Jahren haben sich im Dreieck zwischen den Bermudainseln, Florida und San Juan viele solcher mysteriösen Vorfälle zugetragen.

In Europa nehmen die ersten Anzeichen des Zweiten Weltkrieges ihren Lauf - aber das interessiert den Piloten Will herzlich wenig. Weit weg von Europa, in Nassau auf den Bahamas, macht er in einer Unwetternacht seine Maschine klar, um einen Kurier zu fliegen. Und er staunt nicht schlecht als plötzlich Ava vor ihm steht, eine Frau, mit der ihn eine schmerzliche Erinnerung verbindet. Schon bald zieht Will die Schnauze seiner Maschine in den unruhigen Nachthimmel, mitten hinein in die tief schwarzen Wolken einer tosenden Gewitterfront.
Die Sicht ist schlecht, Regentropfen prasseln auf die Maschine, Blitze zucken. Plötzlich rast ein blauer Lichtschein am Flugzeug vorbei. Auf einmal spielt die gesamte Technik der Maschine verrückt. Das Flugzeug verliert rasend schnell an Höhe und trudelt durch die Wolken der Erde entgegen. Ava und Will machen sich auf eine Notwasserung gefasst, doch die Maschine rast auf eine Insel zu. Eine Insel, die auf keiner Karte verzeichnet ist, die die Menschheit vom Antlitz des blauen Planeten jemals angelegt hat. Die Insel der dunklen Leere. Dark Void.
| |
 |
|
Will stellt sich im Kampf gegen die Beobachter
|
Die beiden Bruchpiloten finden sich in einem tropischen Wald wieder, voller alter Tempel - und Beobachter. Die Insel ist ein Gefängnis, in das eine böse Macht vor vielen Jahren verbannt wurde. Eine Macht, die im Begriff ist, in die Welt der Menschen zurück zu kehren, um erneut alles Leben zu unterjochen. Ein Pilot von echtem Schrot und Korn kann so etwas natürlich nicht zulassen, und so macht sich Will auf, die bösen Mächte in ihrem Insel-Gefängnis daran zu hindern auszubrechen. Und das funktioniert nun einmal nicht ohne Kampf.
Kurz nach der Bruchlandung auf dem idyllisch wirkenden Eiland schlüpft der Spieler in die Rolle von Will - und steht gleich allerlei Widersachern gegenüber. Roboter-Wesen, die keinen Gedanken daran verschwenden zu fragen woher er stammt, nehmen ihn lieber gleich aufs Korn. Aus der Third-Person Perspektive setzt sich der Spieler zur Wehr. Dabei kommt ein Waffenrepertoire von Maschinengewehr über Raketenwerfer bis hin zu einigen außerirdischen Waffen zum Einsatz. Der Waffenschrank in Dark Void ist allerdings nicht so zahlreich bestückt wie man es sich wünscht.
| |
 |
|
Eine böse Macht versucht zurück auf die Erde zu kommen
|
Das Spiel führt außerdem eine neue Art Kampf ein: Die Vertical Fights. Steht will am Rand eines Felsens mit weiteren Plateaus unter sich kann er sich an der Kante festhalten und nach unten schauen - und feuern. So werden Feinde zerlegt, die auf den unteren Plateaus warten. Mit Sprüngen gelangt Will immer wieder eine Etage tiefer. Das gleiche funktioniert auch in die andere Richtung. Will kann sich auch unter die Plattformen klammern und nach oben feuern und springen - allerdings ist das nur mit einem Jetpack auf dem Rücken möglich.
Drucken | review | 24.01.2010, 17:58 |
Tim Ahlert