Sean Devlin ist sauer auf das Deutsche Reich - und das völlig zurecht. Schließlich ist der raubeinige Ire Rennfahrer und kann wegen der deutschen Besatzungswut seiner Leidenschaft für schnelle Autos nicht mehr nachkommen. Er hat noch andere Leidenschaften, aber die lassen wir erst einmal außen vor. Außerdem hat das Dritte Reich, bevor es ins Nachbarland Frankreich einmarschierte, seinen besten Freund umgebracht. Nicht das ganze Reich auf einmal versteht sich, sondern nur eine Person: die deutsche Ikone Kurt Dierker. Und die Iren sind bekanntlich ein recht rachsüchtiges Völkchen...

Wenig später ist Paris besetzt und Sean muss sich sein Lieblings-Strip-Lokal mit deutschen Generälen und Soldaten teilen - und das schmeckt ihm gar nicht. Kein Wunder also dass er sich dem freundlichen Franzosen anschließt, der ihm heißblütig von einem Paris ohne deutsche Besatzer vorschwärmt. Und noch bevor man "Viva la Vengeance!" brüllen kann fliegen dem Dritten Reich auch schon die ersten Benzinlager um die Ohren. Aber das ist erst der Anfang einer ganzen Kette von Angriffen, die bald auf das Konto des raubeinigen Iren gehen.
Schon bevor das Deutsche Reich in Frankreich einmarschiert schlüpft der Spieler in die Rolle des Iren und erlebt, wie es langsam mit der Welt abwärts geht. Nach einem manipulierten Rennen, einem gestohlenen Rennwagen, einem blutigen Mord und einer bleihaltigen Flucht versteckt sich Sean in dem Club La Belle de Nuit in Paris, direkt hinter dem Umkleideraum der ohnehin nur spärlich bedeckten Damen. Und an der Theke des La Belle de Nuit ist es auch, wo der Kampf für den französischen Widerstand, den britischen Geheimdienst und die Jagd auf Kurt Dierker ihren Anfang nehmen.
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Sean arbeitet sich zum deutschen Zeppelin vor
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Paris ist eine große Stadt - und das war auch zu Zeiten des Zweiten Weltkrieg schon so. The Saboteur funktioniert nach dem Prinzip der Open-World Spiele, Sean kann sich (fast) frei in der französischen Metropole bewegen - und auch im Umland. Kein Wunder also dass der Spieler nicht nur per Pedes Jagd auf die Schergen des Dritten Reiches macht, schließlich kommt man mit einem Auto sehr viel schneller voran. Und davon fahren in den Pariser Straßen schließlich genug herum. Und ist Sean grad ohne eigenes Vehikel unterwegs wird halt ein Fahrer aus dem Wagen gezerrt - in dieser Hinsicht ist der Ire nicht zimperlich.
Aber das Einsatzgebiet von Sean beschränkt sich nicht nur auf die Gehwege und Straßen, nahezu jedes Gebäude in der Stadt kann der Ire erklettern. Ganz im Stile von Altair zieht sich Sean an Fassaden empor, springt von Dach zu Dach und rutscht an Drahtseilen über die Straßen von Paris. Das sehen die deutschen Besatzer aber gar nicht gerne, denn wer auf Dächern herumturnt oder Fassaden erklettert muss ein Feind sein. Also sollte man im Blickfeld eines Deutschen die Klettertour für einige Sekunden verschieben, bis dieser hinter der nächsten Häuserecke verschwunden ist.
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Die deutschen Besatzer verstehen nur eine Sprache...
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Die Kletterei dient nicht nur dazu die Straßen zu meiden oder Verfolger abzuschütteln (die übrigens die Dächer nicht erklimmen können), sie ist auch für die Missionen überlebenswichtig. In einem Hinterhof steht die Limousine eines deutschen Generals, die ein Schwarzhändler gern zurück haben würde. Nun gibt es alternativ den Weg durch das Tor zum Hof - das stark bewacht ist - oder über die Dächer in den Hof, wo auch einige Wachen herumlungern. Wer aber schnell vom Dach ins Auto klettert kann die Soldaten über den Haufen fahren - so einfach ist das.
Drucken | review | 14.12.2009, 17:36 |
Tim Ahlert