Und schon wieder eine Horror-Vorstellung: Man wacht erneut früh morgens auf, macht sich für die Arbeit fertig und verlässt das Haus. Der Wagen wird abermals gestartet und los geht's. Aber auf den Straßen ist mal wieder verdächtig wenig los, kein Auto bewegt sich. Zum zweiten Mal wankt eine Kreatur aus dem Gebüsch, stolpert auf die Straße. Die Silhouette ist menschlich, die Haut ist grün-braun verfärbt, die Augen sind milchig und leer. Geifernd knallt die Kreatur auf die Motorhaube, der Wagen kommt quietschend zum stehen. Pflichtbewusst steigt man aus um erste Hilfe zu leisten – doch man hätte es zumindest beim zweiten Mal besser wissen müssen...

Wer glaubt einem Déjà-Vu erlegen zu sein darf beruhigt sein - denn er ist es auch. Ein knappes Jahr ist es her dass Valve Spieler mit Left 4 Dead auf die Flucht vor Zombie-Massen schickte - und fast exakt ein Jahr später ist es wieder soweit. Die US-Entwickler blasen zum zweiten Mal zur Jagd auf die Untoten. Erneut haben sich vier Überlebende zusammengerottet, die gemeinsam versuchen, nicht als Schlachteplatte für die Infizierten zu enden. Und dabei geht es erneut mit allerlei Schießprügeln nicht gerade zimperlich zur Sache.
Left 4 Dead 2 spielt zur gleichen Zeit wie der Vorgänger, allerdings mit vier neuen Überlebenden in einer gänzlich anderen Ecke der USA - im Süden. Auch dort irren Untote durch die Straßen und lechzen nach Menschenfleisch. Die vier versuchen sich bis nach New Orleans durchzuschlagen, denn Gerüchten zufolge soll es dort vergleichsweise sicher sein. Wie schon vor einem Jahr erfährt der Spieler auch in Left 4 Dead 2 so gut wie Nichts über die Hintergründe der Seuche, die die Menschen derart entstellt. Schade drum, ein wenig mehr Story wäre ganz interessant.
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Left 4 Dead 2 schickt den Spieler in den Süden der USA
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Das Quartett marschiert also los - und der Spieler begleitet sie auf ihrem Weg. Denn anders als in Left 4 Dead besteht das Spiel nicht mehr aus wild zusammengewürfelten Kapiteln, dieses Mal sind die Kapitel untereinander verknüpft. So bekommt Left 4 Dead 2 zumindest ein wenig Story-Tiefe. Außerdem sind es in diesem Jahr nicht mehr nur vier Kapitel, sondern fünf. Jedes Kapitel ist außerdem in vier oder fünf Abschnitte unterteilt, zwischen denen sich der Spieler in den verteilten Schutzräumen erholen und neu ausrüsten kann.
Nach wie vor trifft der Spieler auch im Süden der USA größtenteils auf die Standart-Infizierten von der Stange. Einfach gestrickte, willenlose Zombies, die regungslos in der Gegen stehen bevor sie angreifen. Wären da nicht noch die "besonderen" Infizierten wäre das virtuelle Leben als Überlebender leicht. Wer Left 4 Dead gespielt hat weiß von wem die Rede ist: Vom Tank, dem Boomer, dem Hunter der Witch und dem Smoker. Wir der aufgedunsene Boomer getötet explodiert er, was allen nahen Charaktere Schaden zufügt. Der Hunter ist teuflisch schnell und der massige Tank strotzt vor Kraft.
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Vier Überlebende kämpfen erneut um das Selbige
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Left 4 Dead 2 erweitert das Poesiealbum um drei neue Freunde: Den Jockey, den Spitter und den Charger. Der Jockey macht seinem Namen alle Ehre: Er springt sein Opfer an und übernimmt die Kontrolle - und steuert meist direkt in Richtung Zombiewelle. Der Spitter spuckt mit giftgrüner Galle um sich, die sich am Boden zu großen Lachen ausweitet und deren Berührung vermieden werden sollte. Der Charger ist dem Tank recht ähnlich, massig und bullig stürmt er auf die Opfer zu, greift sich einen Überlebenden und schmettert ihn immer wieder auf den Boden.
Drucken | review | 14.12.2009, 17:36 |
Tim Ahlert