Es gibt unzählige Menschen, die laufen vor ihrem Leben davon. Weil die Ehefrau unausstehlich ist, das Essen nicht schmeckt, der Job langweilig ist oder das Wetter zu schlecht. Die Liste der potenziellen Lauf-Gründe ist lang. Auch Brian Basco läuft sein Leben lang davon. Doch es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied: Brian Basco mag sein Leben. Wie so viele Menschen hängt er sogar sehr daran. Auch wenn er vor der Mafia fliehen muss, vor Militärs und nicht zuletzt der Justiz. Denn Brian Basco wird der Mord an einem hohen General in die Schuhe geschoben.

Doch das alles braucht Brian nicht mehr zu kümmern, denn Runaway: A Twist of Fate - der dritte und letzte Teil der spanischen Adventure-Trilogie - beginnt zwar mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel - allerdings auf einem Friedhof. An einem frisch ausgehobenen Grad, in das gerade der Sarg hinabgelassen wird. Die Trauergemeinde, bestehend aus drei Personen, lauscht den Worten des Pfarrers und verteilt sich dann. Bis auf eine schwarzhaarige Frau, die allein vor dem Grabstein zurück bleibt, auf dem in metallenen Lettern der Name Brian Basco geschrieben steht.
| Auferstanden von den Toten |
Wer aus Trauern nun schon keine Lust mehr hat sich näher mit Runaway: A Twist of Fate zu beschäftigen sollte lieber schleunigst weiterlesen, denn Brian ist in Wahrheit so tot wie eine lebende Leiche. Gar nicht nämlich. Der Tod war nur ein geschicktes Täuschungsmanöver, um aus den Wänden einer Nervenheilanstalt zu entkommen, in die Brian eingewiesen wurde. Der zuständige Arzt dort soll feststellen, ob Brian tatsächlich einen hochrangigen Offizier ermordet hat. Er selbst kann sich nämlich an nichts mehr erinnern - aber das mag ihm die Justiz nicht so ganz glauben.
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Zum ersten Mal ist auch Gina spielbar
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Wer Runaway: The Dream of the Turtle gespielt hat merkt schnell, dass der letzte Teil der Trilogie nahtlos an die Geschehnisse des zweiten Adventures anschließt. Wer erst durch Runaway: A Twist of Fate auf Brian und Gina aufmerksam geworden ist braucht sich daher aber nicht schnell durch die beiden Vorgänger zu rätseln, denn das Adventure steckt voller Anspielungen und Rückblenden, die Neulingen die bisherige Handlung in groben Zügen erläutern und bei allen übrigen Abenteurern Erinnerungen an die beiden bisherigen Adventures rund um das Pärchen wachrufen.
Wie schon zwei Mal zuvor ist Runaway: A Twist of Fate ein reinrassiges Adventure der alten Schule. Die Maus bildet des Handwerkszeug des Spielers, der damit die Locations unter die Lupe nimmt und nach allem Nützlichen, das nicht niet- und nagelfest ist, Ausschau hält. Gibt es Probleme beim Auffinden eines Objektes hilft die Hotspot-Anzeige, die sich über einen Tastendruck aktivieren lässt. Im Vergleich zu anderen Abenteuern ist die Aktivierung der Hilfe allerdings etwas umständlich ausgefallen, etwa über die Menüstruktur von Runaway: A Twist of Fate.
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Für Brian beginnt das Spiel in einer Nervenheilanstalt
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Erstmals in der Geschichte der Runaway Adventures gibt es im letzten Teil der Trilogie zwei spielbare Charaktere. Die Auswahl des möglichen Zweit-Protagonisten ist recht eingeschränkt und fällt natürlich auf Brians Begleiteren Gina Timmins. Kurz nach der Beerdigung schlüpft der Spieler direkt in ihre Figur und macht sich daran herauszufinden, warum ihr ein Toter aus seinem Grab eine SMS schickt. Doch ist es gar nicht so einfach einen frisch eingegrabenen Sarg wieder zu bergen. Aber schließlich bekommt Gina "paranormale" Hilfestellung.
Drucken | review | 09.12.2009, 23:40 |
Tim Ahlert