Jack Hammer ist sauer - und deshalb rast er mit seinem Truck durch die Straßen. Polizeisperren können ihn nicht stoppen, Cops und Wagen enden als formlose Masse auf der Fahrbahn. Irgendwann findet Jacks Amokfahrt ein Ende - und er wird in Rekordzeit zum Tode verurteilt. In einem schäbigen Glaskasten sitzt er auf einem Holzstuhl, giftiges Gas strömt aus zwei Rohren, Jack rutscht vom Stuhl und bleibt reglos liegen. Doch er ist nicht tot. In einer dunklen Garage kommt er auf dem Boden liegend zu sich, ein klingelndes Handy neben sich. Ein Unbekannter gibt ihm die Chance sich erneut zu rächen.

Scheinbar hat eine Bande Drogendealer einen von Jack geliebten Menschen auf dem Gewissen - mehr verrät GearGrinder nicht. Stattdessen sitzt der Todgeweihte wenige Augenblicke später wieder hinter dem Steuer eines großen Trucks, umgebaut zur ultimativen Kampf- und Rennmaschine. Und mit diesem Gefährt macht der Spieler in dem Arcade-Renner ab sofort die Straßen der namenlosen Stadt unsicher und sorgt mit heißen Reifen dafür, dass seine Rachegelüste gestillt werden. Und dafür, dass der ansässige Schrottplatz Hochkonjunktur hat - denn mehr Autowracks gab's noch nie.
Die Kampagne, in der der Spieler motorisiert Rache übt, umfasst ganze 45 Missionen, aufgeteilt auf sechs Episoden, die nach und nach abgegrast werden. Dabei handelt es sich allerdings meist weniger um Rennen bei denen es um den Sieg geht, stattdessen werden unter Zeitdruck Checkpoints abgefahren, angreifende Cops abgewehrt und zerstört, Bowlingähnlich Wagen zerstört, ferngesteuerte Bomben gelenkt und Crashderbys gefahren, alles verpackt in Zwischensequenzen die etwas mehr Handlung von GearGrinder verraten. Zum Ende jeder Episode müssen mehrere Events hintereinander gefahren werden, versagt man bei letzten Rennen muss man das letzte Event ganz von Vorn beginnen.
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In der Wekrstatt wird der Truck zur Kampfmaschine aufgerüstet
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Eine Zielperson sitzt in einem Diner und mampft ein paar Donuts, Jack soll ihn ausschalten. Ziel des Events ist es auf dem kurzen Weg zum Diner und bei Diner selbst den höchstmöglichen prozentualen Schaden anzurichten, und dafür muss einfach alles dran glauben: Straßensperren, geparkte Wagen, der Gegenverkehr und natürlich das Diner selbst inklusive der vier Zapfsäulen, die für einen ordentlich Wumms sorgen. Je nach prozentualer Zerstörung bekommt der Spieler (wie bei jedem Event) die bronzene, silberne oder goldene Medaille, schaltet neue Teile für seine Kampfmaschine und neue Events frei.
Um den Krieg auf der Straße zu überleben lenkt der Spieler selbst die ultimative Waffe: Einen transformierbaren Truck. Kommt es darauf an schnell zu sein wird der Rennmodus samt Boost und einem riesigen Heckspoiler aktiviert, auf Knopfdruck verwandelt sich der Truck in eine Kampfmaschine: Kanonen an den Seiten, MG auf dem Dach, kreisende Sägeblätter an den Seiten, Stacheln an der Motorhaube und ein Minenleger am Heck. Durch gute Platzierungen und gewonnene Zweikämpfe kann Jack sein Gefährt immer weiter sichern und aufrüsten. Zwischen den beiden Modi lässt sich jederzeit umschalten.
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Der orangene Balken zeigt den Rage-Gehalt an, nötig für starke Angriffe
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Welche Waffen im Kampfmodus zum Zuge kommen bestimmt der Spieler in der Werkstatt. Maschinengewehr, Laserkanone oder Raketenwerfer, Sägeblätter, Minenleger, Panzerplatten oder Rammstacheln - nach und nach werden die verschiedensten Utensilien freigeschaltet, die für mehr Spaß auf der Straße sorgen. Durch neue Teile wie Getriebe, Reifen, Boost-Getriebe und Motor oder Bremsen werden die Leistungen und Fahreigenschaften des Transformer-Trucks beeinflusst - zumindest behauptet das das Spiel. Spürbar sind die Änderungen ehr weniger.
Wer sich nach knapp acht Stunden durch die 45 Missionen der Kampagne gerammt, geschossen, gesägt und gekämpft hat darf sein Können als Rambo der Straße auch im Mehrspieler-Modus unter Beweis stellen. Vorab wählen Spieler vorgefertigte Set für ihren Truck aus, selbst erzeugte Trucks können nicht eingesetzt werden. Zur Wahl stehen zwei verschiedene Spielmodi: Rennen und Arena. In der Arena machen sich die Spieler auf engstem Raum gegenseitig die Hölle heiß, in den Rennen passiert das gleiche. Nur kommt es auch noch darauf an als erster über die Ziellinie zu rollen.
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Im Rennen ist der Boost-Einsatz von Nöten
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Was Explosionen und Feuer angeht zaubert GearGrinder ein Feuerwerk auf den Monitor. Schiebt Jack mit dem Truck fünf Autos ineinander lösen sich die mit knalligen Feuerbällen in Wohlgefallen auf. Auch der eigene Truck mitsamt den vielen Upgrades und Waffen gefällt. Der Rest des Action-Renners ist allerdings ehr mittelmäßig: Streckendesign, Texturen, Umgebungen, Gegner. Die Physik reagiert dem Spiel entsprechend völlig überzogen und sorgt für ordentlich Kawumm: Autos wirbeln durch die Luft, gehen in Flammen auf, Massenkarambolagen sind keine Seltenheit. Akustisch überzeugt die deutsche Stimme von Hugh Jackman in der Rolle des Jack Hammer, Explosionen donnern aus den Boxen, dazu gibt es rockige Klänge.
GearGrinder sorgt für eine Bombenstimmung auf der Straße! Im Rennmodus geht's mit einem Affenzahn durch die Straßenschluchten um kurz darauf in den Kampfmodus zu schalten und alle Gegner mit Raketen und dem Truck selbst in Schutt und Asche zu verwandeln. Anspruch? Minimal. Spaß? Jawohl. Der Kawumm-Faktor von GearGrinder nutzt sich aber recht schnell ab, die verschiedenen Events ebenfalls. Insgesamt gibt es zu wenige Rennen, dafür aber zu viele Minispiele. Die Geschichte um Jack Hammer und seine Rachegelüste sorgt auch nicht für Begeisterungsstürme, reicht aber aus um über 45 Missionen bei der Stange zu bleiben - Hugh Jackmans Stimme sei Dank.
Drucken | review | 19.09.2009, 22:00 |
Tim Ahlert