Beim American Football geht es ganz schön zur Sache. Blutige Nasen, Prellungen oder Knochenbrüche gehören da schon fast zum guten Ton. Wenn im Warhammer Universum American Football gespielt wird heißt das Ganze nicht nur Blood Ball, es geht auch noch eine ganze Ecke härter zur Sache. Eine blutige Nase ist da noch das mindeste, das jeder der Probanden vom Feld mit in die Kabine bringt. Geht ein Streiter verletzt zu Boden wird die Partie nicht unterbrochen und alle umstehenden Spieler treten noch einmal nach. Fair Play geht anders - würde aber auch bedeutend weniger Spaß machen.

Auch wenn man das jetzt meinen könnte, Blood Bowl ist keine Sportsimulation sondern ein Taktik-Sportler, schließlich geht es wie beim großen Urvater Warhammer rundenbasiert zur Sache. Und so stammen auch die acht verschiedenen Völker, die sich in Blood Bowl gegenseitig eins auf die Mütze geben, aus dem Warhammer Universum: Waldelfen, Orks, Goblins, Menschen, Echsenmenschen, Zwerge, Sklaven-Ratten und Chaos-Krieger. Entsprechend ihrer unterschiedlichen Größe, Statur und Masse haben die acht Völker natürlich verschiedene Stärken und Schwächen.
Die Zwerge haben zwar kurze Bein und sind entsprechend langsam unterwegs, doch sind die kleinen Kolosse standhaft wie eine Mauer und erst einmal in Fahrt gekommen nicht mehr so leicht zu stoppen. Die Waldelfen hingegen wuseln blitzschnell über das Feld und werfen sich zielsicher den Ball zu - steht aber ein Feindspieler im Weg ist der Lauf schon so gut wie beendet. Das Balancing von Blood Bowl ist aber gelungen, die Mannschaften gleichen sich in allerlei Stärken und Schwächen aus; ein besonders starkes oder schwaches Volk gibt es unter den acht Genannten nicht.
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Zwei Teams stehen sich auf dem Schlachtfeld gegenüber
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Besonders im klassischen (rundenbasierten) Modus von Blood Bowl kommt es auf taktisches Denken an, denn pro Spielzug darf nur ein Spieler laufen und angreifen. Zudem wird das gesamte Team gezogen. Dabei gilt es die eigenen Spieler klug auf dem Feld zu platzieren um dem Gegner die Wege zu versperren und sich selbst Punkte via Touchdown zu sichern. Dabei stellen sich natürlich gegnerische Athleten in den Weg, die möglichst effektiv aus dem Weg geräumt werden müssen. Mehrere Spieler ringen den Gegner ein und bei einem effektiven Angriff liegt der Widersacher schon bald bewusstlos auf dem Boden.
Wie ein Angriff, ein Spielzug und somit auch das ganze Spiel endet hängt von Würfelergebnissen ab - Blood Bowl ist also zum großen Teil Glückssache. Während der eigene Spieler auf weiter Flur den Ball wegen eines schlechten Ergebnisses verliert durchbricht ein gegnerischer Spiel völlig problemlos die eigene Abwehr - die eigentlich bombensicher stehen müsste - und platziert den Ball zu einem lupenreinen Touchdown. Aber nicht nur das Glück steht dem Gegner oft zur Seite, die computergesteuerten Spieler agieren bis auf ein paar kleine Aussetzer durchaus klug und fordernd.
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Für die Matches können Starspieler eingekauft werden
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Alternativ bietet Blood Bowl eine Echtzeit-Variante - Blitz-Modus genannt- die schneller und weniger fordernd ist. Hier geht es allerdings so schnell zur Sache, dass man das Spiel immer wieder pausieren muss, um dem eigenen Team Befehle zu erteilen. Stürmende Spieler werden geschützt, anrückende Feinde geblockt, ständig mit dem Augenmerk auf die übrigen Spieler, falls ein schneller Pass erfolgt. Zur spielerischen Koordination erhalten die Recken außerdem Verhaltensbefehle wie aggressives oder passives Spiels, die eigenen Mannen gehen dann entsprechend vor.
Drucken | review | 23.07.2009, 17:30 |
Tim Ahlert