Ein dichter, grüner Tannenwald, langsam wiegen sich die Bäume in einer leichten Briese, die über das Tal weht. Auf der Lichtung vor dem Wäldchen steht eine Hütte, ein Mann mit einer Axt auf der Schulter kommt heraus und schlendert in Richtung Wald. Auf dem Weg begegnet er einer Bauersfrau, die einen Korb voller Lebensmittel vor sich trägt. Am Ende des Weges tauchen die erste Häuser einer kleinen Siedlung auf, Rauch steigt aus den Schornsteinen, Menschen tummeln sich auf den Straßen und Kinder tollen herum. Eine idyllische kleine Siedlung im Jahre 1404, die schon bald einer mächtigen Metropole weichen wird.

Zum erneuten Mal wird die Anno-Reihe fortgesetzt, um zum dritten Mal (Addon inklusive) stammt das Aufbaustrategiespiel aus den Händen von Entwickler Related Designs. Und die geben sich keine Blöße und lassen sich auf keinerlei Experimente ein - auf Anno 1701 aufbauend haben die Mainzer Entwickler auf die Stärken aufgebaut und die Schwächen ausgemerzt - zumindest zum größten Teil. Auf jeden Fall reicht es für Anno 1404 der schönste, beste und einfach tollste Teil der Anno-Reihe zu werden - und wie die Entwickler das geschafft haben verraten wir euch in den folgenden Zeilen unseres Anno 1404 Tests.
Das Spielprinzip von Anno 1404 ist das eines jeden Anno-Teils - und das eines jeden Aufbaustrategiespiels. Auf einem beschaulichen Fleckchen Erde werden ein Marktplatz und ein paar Bauernhäuser aus dem Boden gestampft - und schon steht der kleinen Hüttenansammlung eine blühende Zukunft bevor - natürlich nur wenn das spielerische Geschickt des Städtebauers vor dem Monitor ausreicht. Denn es genügt natürlich nicht einfach nur ein paar Hütten und einen Marktplatz zu bauen und dann auf die eintrudelnde Bürgerschaft zu warten. Auch Bauern haben Bedürfnisse die es zu befriedigen gilt - und als Stadthalter ist es natürlich die Aufgabe des Spielers dafür zu sorgen, dass es den Bürgern an Nichts mangelt.
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Ein Blick auf eine Metropole samt monumentalem Dom
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Einfache Leute haben einfache Bedürfnisse und so brauchen die Bauern nicht viel mehr als etwas Nahrung - und göttlichen Beistand natürlich. Eine Kapelle befriedigt die Einwohner fürs erste, erwirtschaftetes Korn verwandelt sich in der Bäckerei zu Brot - Probleme gelöst. Denkste! Eine Stadt muss wachsen und gedeihen, und dafür bedarf es neuer Gebäude, damit noch mehr potenzielle Bürger in die Siedlung stürmen. Ohne Holz aber lassen sich keine Baumaßnahmen verwirklichen also wird noch schnell eine Holzfällerhütte gezimmert und schon im nächsten Moment tobt sich der Waldschrat mit der Axt im dichten Grün des Waldes aus.
Werden alle Bedürfnisse gestillt und funktioniert die Siedlung gut dauert es nicht lange, bis die nächste Zivilisationsstufe erreicht wird. Das Äußere der Hütten wird imposanter und geht immer mehr in Richtung Stadt. Aber desto größer und fortschrittlicher die Siedlung wird, desto mehr Wünsche und Forderungen stellen die Bewohner. Und so reicht es nicht mehr länger aus etwas zu Beißen und eine Kirche in der Nachbarschaft zu haben, nun wollen sich die Herrschaften schicker kleiden und Spaß haben - professionelle Unterhaltung wird gewünscht. Und nur wenn alle Wünsche und Bedürfnisse gestillt werden geht es mit der Siedlung den nächsten Schritt in Richtung Stadt.
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Die Wege des Spielers führen auch in den Orient
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Ein paar Daten und Fakten zu Anno 1404: Es gibt insgesamt sieben Zivilisationsstufen, mehr als 60 Waren, über 130 verschiedene Gebäude, 120 Inseln und 24 Arten von Ressourcen. Die letzten beiden Stichwörter sind wichtig: Inseln und Ressourcen. Auf der Insel, auf der der Grundstein de Siedlung gelegt wurde, gibt es niemals alle Ressourcen die nötig sind um das Volk gütlich zu stimmen. So muss schnell ein Hafen her und mit dem Schiff geht es auf Erkundungsfahrt. Auf benachbarten Inseln geht es auf der Suche nach nützlichen Ressourcen an Land - und so erstreckt sich die Siedlung schon bald über mehrere Inseln. Eine riesige Metropole entsteht.
Drucken | review | 16.07.2009, 08:54 |
Tim Ahlert