Mit Grand Ages: Rome setzten Kalypso Media und Entwickler Haemimont Games die römische Aufbauspiel-Reihe fort, die vor einigen Jahren mit Die Römer unter cdv entertainment begann und dann – ebenfalls unter dem Kommando von Kalypso Media – mit Imperium Romanum und einer Erweiterung fortgesetzt wurde. Grand Ages: Rome soll nicht nur alle Aufbaubegeisterten Spieler erfreuen, sondern auch den Auftakt einer Aufbauspiel-Reihe darstellen, der sich nicht nur über die römische, sondern über etliche geschichtliche Epochen erzieht. Ist Kalypso Media und Haemimont Games der Auftakt mit Grand Ages: Rome geglückt? Antworten liefern die folgenden Zeilen.

Das Gameplay von Grand Ages: Rome funktioniert wie das der Vorgänger-Programme und das der vielen weiteren Genre-Vertreter. Jeder virtuelle Stadthalter fängt einmal klein an: Die baldig blühende Stadt verfügt zu Beginn nur über den Palast des Stadthalters sowie über einige Arbeiter. Um Bürger in die Stadt zu locken muss der Spieler zunächst einmal Wohnhäuser erschaffen, in die sich die Bewohner einquartieren können. Doch die Bürger bedürfen noch sehr viel mehr als nur einer Unterkunft, für genügend Arbeitsplätze, eine angemessene Versorgung und einen entsprechenden Lebensstandard muss der Spieler zudem sorgen.
Wirtschaftet und handelt der Spieler nicht angemessen bekommt er die Früchte dieser Unachtsamkeit schnell zu spüren. Die Zahl der Bewohner der Stadt sollte sich mit der Zahl der Arbeiter in Waage halten, da die Arbeiter sonst zu viel Arbeit aufgehalst bekommen und rebellieren. Auch die Bewohner beginnen zu rebellieren wenn sie nicht mit allen wichtigen Gütern versorgt werden. Außerdem kann auch die Pest in den römischen Städten um sich greifen und Arbeiter und Bürger dahinraffen; Abhilfe bieten nur der Kräuterladen und eine ausreichende Wasserversorgung. Wasser ist auch sehr wichtig um Feuer zu löschen, die in den Städten ausbrechen können und sich sogar zu gefährlichen Flächenbränden entwickeln können.
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So schön kann eine römische Metropole aussehen
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Das Interface des Spiels haben die Entwickler wie gehabt sehr übersichtlich und einfach gestaltet, besonders das Aufbau-Menü weiß zu überzeugen. Die Gebäude sind in einem eleganten Kreis-Menü in unterschiedliche Kategorien unterteilt; etwa in Wohngebäude, Stadtgebäude und Arbeitsgebäude. Auch die restlichen wirtschaftlichen Übersichten sind leicht verständlich, nicht nur für erfahrene Spieler des Aufbau-Genres. Außerdem steht werdenden, virtuellen Stadthaltern zu Beginn von Imperium Romanum ein Berater zur Seite, der alle wichtigen Funktionen des Spiels sowie die Steuerung sehr umfangreich erklärt.
Dabei gehen die Versorgung der Stadt und die Erschaffung von Arbeitsplätzen Hand in Hand. So übernehmen die Bewohner der Stadt verschiedene wichtige Arbeiten wie das Fällen und Verarbeiten von Holz, sie arbeiten im Stein- und Goldbergwerk, arbeiten auf Feldern oder Farmen. Auch für die Weiterverarbeitung von Erzeugnissen wie Korn, Flachs oder Fleisch sind die Bürger zuständig. In der Bäckerei wird aus Korn Mehl und schließlich Brot, der Fleischer macht aus Fleisch Wurst, aus Flachs wird in der Schneiderei Stoff und Kleidung. Für den Bau der verschiedenen Gebäude und den Transport der Waren sind die Arbeiter der Stadt verantwortlich.
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Die Bürger wollen bei Laune gehalten werden - sonst droht ein Aufstand
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Damit die kleine Stadt auch zu einer blühenden Metropole heranwachsen kann muss der Spieler mit Bedacht zu Werke gehen. Es genügt nicht, dass eine Fleischerei und eine Bäckerei in der Stadt vorhanden sind, sie müssen auch von überall her erreichbar sein. Jedes Gebäude verfügt über einen Radius in dem es erreichbar ist, darüber hinaus ist es unerreichbar. So muss der Spieler sicherstellen dass aus jedem Winkel der Stadt wichtige Gebäude wie die Taverne, in der die Bewohner Essen und Trinken kaufen können, Brunnen oder Aquädukte für die Wasserversorgung erreichbar sind. Den Bürgern verlangt es aber auch nach Zerstreuung, etwa nach Theater oder einfach nur nach Grünflächen innerhalb der Stadt. Für einen besseren Überblick wird auf Wunsch ein farbiges Netz über die Stadt gespannt, die alle zu befriedigenden Bedürfnisse der Bürger anzeigt.
Drucken | review | 26.02.2009, 19:40 |
Tim Ahlert