StarCraft II: Wings of Liberty - Bei uns im Test

1998 veröffentlichte Blizzard Entertainment mit StarCraft ein Strategiespiel, dass sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Vor Jahren wurde mit StarCraft II: Wings of Liberty...

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A Vampyre Story

Paris während der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts. An der Pariser Opernakademie wird eine wundervolle Singstimme nach der anderen ausgebildet, darunter auch die hübsche Mona de Laffite. Doch von einem Tag auf den anderen ist die junge Diva plötzlich verschwunden. Der Grund: Der etwas kurz geratene Baron Shrowdy von Kiefer hat seine Angebetete in sein Schloss in den düsteren Bergen Draxsylvaniens entführt. Die Ähnlichkeit mit Transsilvanien kommt nicht von ungefähr und Baron von Kiefer ist auch nicht der Weihnachtsmann – ehr das Gegenteil. Kurzerhand macht er auch Mona zu einer Kreatur der Nacht, dazu verdammt Blut zu trinken und in einem Sarg in den Katakomben des Klosters zu nächtigen.



Mona ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Sie mag sich mit ihrem Schicksal nicht anfreunden, ebenso wenig mit ihren neuen Nahrungsgewohnheiten. Daher entschließt sie aus den Mauern des Schlosses zu fliehen. Welch glückliche Fügung das Shrowdy wenig später von Vampirjägern enttarnt und getötet wird. Der Weg für Mona ist – also zumindest theoretisch – frei. Zusammen mit der vorlauten Fledermaus Froderick macht sie sich auf den Weg ins heimische Paris, zurück an die Opernakademie. Doch stellen sich dem Duo einige Probleme in den Weg: Angefangen bei der Flucht vom Schloss bis hin zu den beiden trotteligen Vampirjägern, die nach Shrowdy nun Jagd auf die vampirische Operndiva machen.

LucasArts reloaded

Viele Abenteurer werden sich unter Tränen erinnern: Vor einigen Jahren erklärte LucasArts das Adventure Genre für tot und kündigte an keine entsprechenden Spiele mehr zu entwickeln; alle Projekte wurden gestoppt. Von einem Tag auf den anderen saßen die Entwickler auf der Straße. Darunter auch Bill Tiller, neun Jahr lang Angestellter bei LucasArts, zuständig für Konzeption und Grafik. Mit Autumn Moon Entertainment gründete er sein eigenes Studio und kündigte mit A Vampyre Story schon bald sein Erstlingswerk an. Seit der Ankündigung liegen Jahre zurück und das Adventure hat einen weiten Weg hinter sich: Publisherwechsel, Verschiebungen en Masse, lange Jahre der Eigenfinanzierung. Doch im November 2008 sollte es endlich soweit sein, der große Auftritt von A Vampyre Story.

 

Mona und Froderick wollen von Schloss Warg fliehen


Bill Tiller hat lange Jahre für LucasArts gearbeitet, wurde also entsprechend geprägt. Kein Wunder also dass sich lüsterne Abenteurer von A Vampyre Story ein Adventure der alten LucasArts Schule versprechend. Und sie werden nicht enttäuscht: Eine fantasievolle und verrückte Geschichte, skurrile Charaktere, ebenso skurrile Rätsel und tonnenweise Charme. Wie gewohnt erkundet der Spieler mit Hilfe der Mouse die Locations, um dabei auf die Suche nach nützlichen Objekten, Interaktionsmöglichkeiten oder Rätseln zu gehen. Dabei wandern massenweise Objekte in das Inventar der jungen Vampir-Diva, um später zu gegebener Zeit und Einsatzmöglichkeit ihren Verwendungszweck zu erfüllen. Ein typisches Adventure eben.

Vampirische Transportmöglichkeiten

Die Spannweite der Rätsel reicht von einfach bis angenehm schwer, von logisch bis vollkommen skurril. Schon zu Beginn des Spiels stehen Mona und Froderick vor einer Problematik die sie an der Flucht von Schloss Warg hindert: Einer verschlossenen Tür. Öffnen hilft nicht, klopfen hilft nicht und auch gutes Zureden zeigt keine Wirkung. Also muss der Schlüssel her. Doch den hat ein steinerner Golem verschluckt und der zeigt sich – da versteinert – wenig kooperativ. Also gehen Mona und Froderick nach wenigen Momenten der Suche mit einem Streitkolben auf Schlüsseljagd. Und siehe da, im Hinblick auf seine mögliche Zerbröselung zeigt sich der steinerne Türwächter doch noch kooperativ. Aber nur kurz, denn ohne Gegenleistung läuft bei dem hochnäsigen Dickschädel gar nichts.

 

Zwecks Fortbewegung kann Mona sich in eine Fledermaus verwandeln


Nützliche Objekte, im obigen Beispiel etwa der Streitkolben, finden ihren Platz im Inventar der Diva – stilecht dargestellt durch einen ausgepolsterten Sarg. Allerdings mag Mona nicht alles mit sich herumschleppen, bei sperrigen oder schweren Objekten weigert sie sich vehement. Sie nimmt sie sich mit sondern notiert sie auf ihrem geistigen Merkzettel. So tauchen die Objekte leicht transparent doch im Inventar auf und können auch benutzt werden – dann aber verbunden mit einer kurzen Sequenz. Mona macht sich schnell auf den Weg das ausgewählte Objekt zu holen um es dann direkt seinem Zweck zuzufügen. Bei dem Streitkolben ist es eben das Zerschlagen der steinernen Golems, die die Mauer von Schloss Warg zierten.

 

Drucken | review | 23.11.2008, 16:33 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 Nov. 2008
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Adventure


Tops & Flops
LucasArts Feeling
jede Menge skurrile Ideen
Vampir-Features
erstklassige Vertonung
stilvolle Darstellung
keine Lösungshilfe
teils undurchsichtig

System-Vorraussetzungen
Minimal
1,6 GHZ Pentium / Athlon
512 MB RAM
128 MB Grafikkarte
5 GB Festplattenspeicher

Optimal
Intel Core 2 Duo Prozessor
2048 MB RAM
256 MB Grafikkarte
5 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
90%
Sound
90%
Steuerung
87%
Atmosphäre
90%
Rätsel
87%
Spieltiefe
90%
Gesamtwertung: 89%

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