Ein nie enden wollender Albtraum, Leid, Tod und Zerstörung – abermals finden sich Matt Baker, Joe Hartsock und der Rest der 101. Luftlandedivision in einem nicht enden wollenden Horror-Szenario wieder. Im mit Brothers in Arms: Hell’s Highway dritten Teil der Brothers in Arms-Reihe (Road to Hill 30 und Earned in Blood erschienen 2005) sind Baker und seine Männer Teil der Operation Market Garden, einer der größten Luft-Boden-Operationen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Nur zehn Tage in einem über Jahre verlaufenden Krieg, zehn Tage, die die Männer niemals wieder vergessen würden…

Die Geschichtsbücher nennen den Einsatz Operation Market Garden, doch für die alliierten Truppen war es die Hölle auf Erden – sie nannten die Luft-Boden-Operationen Hell’s Highway. Schnell sollte es gehen im September 1944, tausende alliierte Truppen sollten über den Niederlanden per Fallschirm abspringen und den Weg in Richtung Berlin ebnen. Doch Operation Market Garden verlief ganz anders als geplant. Die deutschen Truppen stellten sich dem Feind mit aller Kraft entgegen und schafften es die Alliierten zurückzudrängen. Zehn Tage dauerte die Operation Market Garden an, zehn Tage in denen mehr als 17.000 Männer der Alliierten ihr Leben lassen mussten. Für nichts.
Angesiedelt vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges ist Brothers in Arms: Hell’s Highway zwar ein Ego-Shooter, doch wer sich mit gezückter Waffe schnurstracks in Richtung Gegner bewegt überlebt nicht einmal den ersten Tag der Operation Market Garden. Das Stichwort lautet Taktik. Offene Gefechte in Brothers in Arms: Hell’s Highway bedeuten den sicheren Tod, taktisches Vorgehen, Deckung und ein vorausschauendes Kommando über die eigenen Männer führen lebendig ans Ziel. Schließlich kommt es nicht nur darauf an selbst den Einsatz zu überleben, Matt Baker ist verantwortlich für das Leben jedes einzelnen der unter seinem Kommando steht.
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Matt Baker ist zum dritten Mal das virtuelle Ego des Spielers
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Die zu überlebenden Missionen in Brothers in Arms: Hell’s Highway sind vielfältig und bieten Abwechselung. Mal gilt es schweres Geschütz der deutschen Truppen auszuschalten, ein weiteres Mal gilt es eine Fabrikhalle aus den Händen des Feindes zu befreien oder die eigenen Männer mit einem Scharfschützengewehr zu decken. Außerdem müssen Schneisen durch die feindlichen Linien geschlagen und der Weg für weitere Truppen geebnet werden. Meist ist Matt Baker mit seinen Männern unterwegs, immer wieder ist der Spieler aber auch auf sich allein gestellt. Diese Missionen spielen sich zumeist innerhalb von Gebäuden ab, etwa dann wenn MG-Nester ausgehoben oder ein verlorener Soldat wiedergefunden werden muss.
| Alles hört auf mein Kommando! |
Wer auf den Gegner zustürmt oder seine Männer ins offene Feuer schickt lebt nicht lang. Baker und seine Männer müssen sich von Deckung zu Deckung arbeiten, um näher an den Feind heranzukommen. Der Spieler kann seine Männer zu jedem Punkt kommandieren, sie suchen sich selbstständig eine Deckungsmöglichkeit. Ein weiterer Klick auf einen Gegner gibt den Befehl für Sperrfeuer oder einen MG- oder Bazooka-Angriff. Während die Kollegen den Feind ablenken gibt es auf annähernd jeder Karte die Möglichkeit die deutschen zu Umgehen um ihnen dann in die Flanke oder in den Rücken zu fallen. So kommen Baker und seine Mannen am effektivsten voran.
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Deckung ist in Brothers in Arms: Hell's Highway überlebenswichtig
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Zwischendurch müssen Baker und seine Männer nicht nur den Weg für Panzer freiräumen, in einigen Missionen sitzt der Spieler selbst hinter Steuer und Geschütz eines Kampfkolosses. Dies geschieht dann aber nicht mehr in der Rolle von Matt Baker, sondern in der von britischen Truppen. Mit MG und Geschützturm räumt der Spieler deutsche Soldaten mit MG oder Raketenwerfer, stationäre Geschütze oder auch deutsches Kampfgerät aus dem Weg. Dabei gilt es nicht nur darauf zu achten dass der Panzer nicht in die Luft fliegt, sondern auch dass der Kommandeur, der oben aus dem Panzer späht, nicht tödlich getroffen wird.
Drucken | review | 26.10.2008, 18:55 |
Tim Ahlert