StarCraft II: Wings of Liberty - Bei uns im Test

1998 veröffentlichte Blizzard Entertainment mit StarCraft ein Strategiespiel, dass sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Vor Jahren wurde mit StarCraft II: Wings of Liberty...

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Iron Man

Wer auf dieser Welt hat nicht schon einmal ein Marvel Comic in Händen gehalten? Oder zumindest von einem der etlichen Superhelden gehört? Als kleiner Denkanstoß: Figuren wie Spiderman, Daredevil, Fantastic Four, X-Men oder Hulk entstammen den kultigen Comic-Heftchen. Immer wieder tummeln sich die Superhelden auch auf der Kinoleinwand, so wie vor kurzem Robert Downey Junior in der Rolle des Tony Stark alias Iron Man. Oft werden die Marvel Verfilmungen auch mit Videospielen beehrt, allerdings mit schwankendem Erfolg. Auch Iron Man erwies man passend zum Kinostart die Ehre, Held eines Action-Spiels zu werden. Filmumsetzungs-Fluch oder gelungenes Lizenz-Spiel? Die folgenden Zeilen geben Antworten.

Tony Stark ist das, was man einen erfolgreichen Unternehmen nennen könnte. Er erfindet und produziert mit großem Erfolg Waffen und verkauft diese rund um den Erdball. Ein Ereignis jedoch verändert sein Leben: Terroristen entführen Stark und sperren ihn in dunklen Katakomben ein, wo er neue Waffen für terroristische Zwecke ersinnen soll. Stark jedoch baut sich einen Kampfanzug und kann so aus der Gefangenschaft fliehen. Völlig gewandelt schließt Stark sein Unternehmen und macht sich fortan daran, seine eigenen Erzeugnisse zu zerstören. Doch jemand scheint etwas gegen die guten Absichten zu haben, denn Tony Stark wird mit seinen eigenen Waffen attackiert.

Iron Man im Einsatz

So verbessert Stark seinen in Gefangenschaft entwickelten Kampfanzug und macht sich daran, seine Feinde zu bekämpfen. Am Boden als auch in der Luft bekommt er es mit bewaffneten Widersachern und Kampfgerät wie Helikoptern und Ähnlichem zu tun. Dabei steuert der Spieler den Iron Man aus der Verfolgerperspektive und lenkt ihn mit Hilfe der Kombination aus Mouse und Tastatur durch die virtuellen Umgebungen. Dabei gilt es einige Missionen zu bestehen und ehemals selbst ersonnene und hergestellte Waffen dem Erdboden gleich zu machen, bevor es Tony Stark selbst an den Kragen geht. Denn was wäre schließlich die Welt ohne Iron Man…

Tony Stark in seinem ersten Jungerfernflug über dem Firmengelände

Die Missionen des Action-Spiels sind einfach gestrickt, Abwechselung sucht man größtenteils vergeblich. In der Rolle von Tony Stark zieht der Spieler in den Kampf und macht sich daran, das feindliche Waffenarsenal – bestehend aus Tonys ehemaligen Erzeugnissen – aus der Welt zu schaffen. Dabei bewegt sich der Spieler durch recht weitläufige Areale und nimmt – vom Boden oder aus der Luft – die Feinde aufs Korn. Sind alle Aufgaben erfüllt und Waffen zerstört steht am Ende meist noch die Dezimierung eines Boss-Gegners auf dem Programm. Taktik braucht es in den Boss-Kämpfen allerdings nicht, nur genügend Feuerkraft.

Superheld mit Superkräften

Wie es sich für einen Superhelden gehört verfügt der Iron Man über einige Kräfte und Eigenschaften, die ihn von den Normalsterblichen unterscheiden. Auch wenn es im Falle von Tony Stark nur an dem eigens entwickelten Kampfanzug liegt. Dank diesem ist er nicht nur effektiv gegen Feindbeschuss gewappnet, zudem kann er fliegen. Der Anzug unterscheidet zwischen zwei Flugmodi: Gleitflug und Maximalem Schub. Mit Maximalem Schub lassen sich schnell große Strecken zurücklegen, im Gleitflug können Gegner attackiert werden. Bodentruppen lassen sich sowohl vom Boden als auch aus der Luft ausschalten, Kampfgerät wie Helikopter sind einfacher im direkten Luftduell zu bezwingen.

In einem Wüstendorf geht es den feindlichen Einheiten an den Kragen

Anfordernd sind die Kämpfe allerdings nie, denn mit der künstlichen Intelligenz der Feinde ist es nicht weit her. Dies gilt nicht nur für die Standart-Truppen und Kampfgeräte, sondern auch für die stärkeren Boss-Gegner. Je nach Spielsituation kann der Spieler außerdem die Energie des Kampfanzuges sinnvoll nutzen. Die Energie wird auf die drei Eigenschaften Schutz, Geschwindigkeit und Feuerkraft aufgeteilt, allerdings nicht gleichmäßig. Der Spieler kann je nach Situation selbst bestimmen ob das eigene Schutzschild gestärkt oder die Feuerkraft erhöht werden soll. Merkliche Änderungen bringen die Einstellungen allerdings nicht, nur die Erhöhung der Feuerkraft ist auffällig, da dann eine stärkere Waffe zum Einsatz kommt.

Superheld mit Rostflecken

Grafisch ist das Action-Spiel auf dem Computer eine herbe Enttäuschung. Das bisher veröffentlichte Bildmaterial sah viel versprechend aus, das fertige Spiel kann diesen Eindruck aber nicht rechtfertigen. Wie schon so oft handelt es sich bei der PC Version des Action-Spiels um eine Portierung der PlayStation 2 Version, nicht um die der Next-Generation Plattformen. So bietet Iron Man zwar recht weitläufige Areale, die durch die grafische Minder-Leistung allerdings hässlich aus dem Nebel aufpoppen und unter arger Detailarmut leiden – sei es nun in einer nächtlichen Stadt oder einer Wüste. Gleiches gilt für annähernd alle Modelle im Spiel, einzig ansehnlich ist der Iron Man selbst. Die matschigen Texturen passen zum Gesamtbild, ebenso die staubigen Effekte und hölzernen Animationen.

Ähnlich steril und öde sind sämtliche Locations ausgefallen

Die deutsche Vertonung ist einer der Höhepunkte von Iron Man, denn diese ist durchaus gelungen und auch mit bekannten Stimmen versehen. Ansonsten ist das Action-Spiel akustisch nur wenig auffällig. Die Missionen werden von rockigen Melodien untermalt, die ein kleinwenig Atmosphäre in den Kampf bringen. Akustische Effekte wie Explosionen, Schüsse oder die Triebwerke des Kampfanzuges von Tony Stark befinden sich auch nur auf mittelmäßigem Niveau. Zwar ist die akustische Darstellung des Superhelden besser gelungen als der grafische Auftritt, trotzdem weiß keiner der beiden technischen Aspekte zu überzeugen.

Fazit:
Iron Man ist wieder einmal ein typisches Beispiel dafür, was bei der Umsetzung einer Filmlizenz alles schief gehen kann. Der erste Fehler war schon die Entscheidung, PC-Spieler mit einer Portierung der grafisch völlig veralteten PlayStation 2 Version abzuspeisen. Das Gameplay bietet mit der Flug- oder Bodenalternative zwar einen interessanten Ansatz, der allerdings nicht konsequent genutzt wurde. Hinzu kommen die belanglosen Gefechte mit dem recht beschränkten Computergegnern, die das Wort Deckung noch niemals gehört zu haben scheinen. Im Test haben ich die Frage gestellt: “Was wäre schließlich die Welt ohne Iron Man?“ – Die Antwort ist leicht: Um eine mäßige Filmumsetzung ärmer.

 

Drucken | review | 29.05.2008, 21:22 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
 SEGA
Vertrieb
 SEGA
Erscheinungstermin
 Mai 2008
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 3D-Action


Tops & Flops
offizielle Lizenze
gelungene Vertonung
Luft- & Bodenkampf
veraltete Grafik
mäßiges Gameplay
dumme Gegner-KI
wenig Abwechselung

System-Vorraussetzungen
Minimal
1,6 GHZ Pentium / Athlon
256 MB RAM
128 MB Grafikkarte
9 GB Festplattenspeicher

Optimal
3 GHZ Pentium / Athlon
1024 MB RAM
256 MB Grafikkarte
9 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
40%
Sound
50%
Steuerung
60%
Atmosphäre
50%
Motivation
50%
Gesamtwertung: 50%



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