Vor 20 Jahren mussten die Geschwister Jim und Jax Anderson mit ansehen, wie ihr Vater im Kampf der irdischen Truppen gegen die Rebellen der Unionskräfte sein Leben ließ. Seitdem lebt Jim mit einem Schwur den er seinem Vater einst leistete: Er muss an seiner Statt seine Schwester beschützen. Doch Streitereien und Meinungsverschiedenheiten führten dazu, dass sich Jim und Jax aus den Augen verloren – seitdem befindet sich Jim auf der Suche, um den Schwur zu erfüllen. Nach Jahren der erfolglosen Suche erhält Jim endlich einen Hinweis: Jax soll kürzlich in einem nahen Sektor von Piraten überfallen worden sein. Ohne lange nachzudenken macht sich Jim auf den Weg um seine Schwester zu finden und den Schwur, den er seinem Vater gegenüber leistete, zu erfüllen.

Anhänger von Weltraumsimulationen werden in den letzten Monaten gleich zweifach beglückt: Zuerst schickte Kalypso Media Star Assault in die Schlacht, JoWooD Productions und Entwickler Provox Games zogen nun mit Spaceforce – Rogue Universe nach. Star Assault stellte sich als ein ehr schlechtes als rechtes Weltraum-Vergnügen heraus, und auch der kroatische Entwickler Provox Games verheißt vorerst nichts Gutes, haben sich die Entwickler mit Titeln wie Hinter Gittern – Der Frauenknast oder Alarm für Cobra 11 nicht grade positiv hervorgetan. Aber wie heißt es so schön: Neues Spiel – Neues Glück!
| Auf in die Weiten des Alls |
Doch bevor sich der Spieler in der Rolle von Jim auf die Suche nach seiner Schwester begeben kann, gilt es eine Abschlussprüfung als Raumpilot zu absolvieren. Hinter dem Steuer eines Gleiters soll der Spieler einige Satteliten aktivieren – ein leichter Job. Doch wie aus dem Nichts tauchen plötzlich feindliche Schiffe auf und nehmen Jim sowie seinen Ausbilder aufs Korn – aus der Abschlussprüfung wird tödlicher Ernst. Ohne Einleitung oder Tutorial starten virtuelle Raumpiloten so in die Weiten des Alls, mit einer umfangreichen Steuerung die mit keiner Silbe erläutert wird. So muss sich der Spieler durch Ausprobieren und mit Hilfe des Handbuches in der komplexen und umfangreichen Steuerung zu Recht finden. Glücklicherweise lässt sich die Tastaturbelegung nach den eigenen Wünschen ändern.
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Imposante Begegnungen warten auf Protagonist Jim Anderson
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Ist die Steuerung angepasst und verinnerlicht gehen die Gefechte in den Weiten des Alls gut von der Hand. Durch Tastaturkommandos wird ein Gegner anvisiert und hervorgehoben, eine Markierung gibt wann, aus welcher Position heraus der feindliche Gleiter am effektivsten attackiert werden kann. Mit Laser und Raketen rückt der Spieler dem Feind auf den Pelz, der sich so schnell in Wohlgefallen auflöst, doch weitere Feinde folgen sogleich. Der Schwierigkeitsgrad von Spaceforce – Rogue Universe befindet sich von Beginn des Spiels an auf einem gehobenen Level, selbst Duelle früh im Verlauf des Spiels enden schnell einmal mit der Explosion von Jims Gleiter. Als einsamer Gleiter-Pilot ist das Weite All ein heißes Pflaster, da Jim immer wieder auf feindliche Gleiter oder Piraten trifft. Zudem gilt es taktisch an die Gefechte heranzugehen, da beispielsweise nicht jede Waffe bei jeder Panzerung einen identisch großen Schaden anrichtet.
Noch vor dem Beginn des Spielgeschehens muss sich der Spieler für einen von zehn Berufen entscheiden, die das Spiel für Jim Anderson bereithält. So kann der Spieler seine galaktische Karriere als Händler, Abenteurer, Ingenieur, Spion, Kopfgeldjäger, Hacker, Polizist, Pirat, Forscher oder Soldat absolvieren. Dabei bietet jeder der zehn Berufe Vorteile und Nachteile, dich sich im Verlauf von Spaceforce – Rogue Universe bemerkbar machen. Als Händler können aus den hinterlassenen Objekten zerstörter Gegner besonders viel Profit schlagen, Soldaten können bis zu drei bewaffnete Söldner um sich scharren, die ihnen im Kampf zur Seite stehen. Hat der Spieler sich allerdings für einen der anderen zehn Berufe entschieden, kann er sich nur von einem einzigen bezahlten Söldner begleiten und beschützen lassen.
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In den Stationen kann der Spieler seinen Gleiter reparieren oder Handel treiben
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Zehn verschiedene Parteien bevölkern das All von Spaceforce – Rogue Universe, für die der Spieler Missionen und Aufträge erledigen kann. Da diese meist gegen andere Fraktionen gerichtet sind, steht Jim bei einigen Parteien automatisch besser da, andere wünschen hingegen seinen Tod. Steht der Spieler bei einer Partie erst einmal auf der Abschussliste bringt das einige Nachteile mit sich: Einige Sektoren des Alls sollten tunlichst gemieden werden, auch Raumstationen der feindlich gesonnenen Fraktionen kann Jim nicht mehr zu Handeln oder Reparieren des eigenen Schiffs anlaufen. Der Spieler steht nun vor der Wahl den Sektor besagter Partei zu verlassen oder sich die verlorene Gunst durch Aufträge und Missionen erneut zu erspielen.
Drucken | review | 19.08.2007, 17:25 |
Tim Ahlert